Steinbach schadet den Interessen der Vertriebenen
Mit ihrem Beharren darauf, selbst einen Platz im Stiftungsrat der unselbständigen Stiftung “Flucht – Vertreibung – Versöhnung” zu beanspruchen, schadet Erika Steinbach den Interessen der Vertriebenen. Auch ihr Kompromissangebot ist vergiftet. Es ist gerade ein Interesse der Vertriebenen, dass der Staat die Erinnerung an die Vertreibung der Deutschen – eingeordnet in den historischen Kontext – wachhält und ihrer gedenkt. An Krieg und Vertreibung zu erinnern und sich der Verantwortung aus dieser Geschichte bewußt zu bleiben, ist eine Aufgabe aller Deutschen und muss deshalb in der Hand des Staates liegen.
Das Gründungsgesetz für die Stiftung ist ein guter Kompromiss der Großen Koalition, in welchem verschiedene Interessen ausgewogen zusammengeführt wurden. Es sollte nicht geändert werden!
