Kubanischer Bürgerrechtler Orlando Zapata in Haft verstorben
Der bekannte kubanische Bürgerrechtler Orlando Zapata hatte in einem Hungerstreik gegen die katastrophalen Haftbedingungen protestiert. Am Dienstag, den 23. Februar 2010, ist der 42-Jährige nach 85 Tagen gestorben. 2003 kam er wie viele andere in Haft und war zu 18 Jahren verurteilt worden.
Auch für diesen Tod in Haft trägt das kubanische Regime die Verantwortung. Viel zu spät hat man sich um seinen Gesundheitszustand gekümmert. Viele der ca. 200 politischen Häftlinge auf Kuba leiden wegen der Haftbedingungen unter einem zunehmend schlechten, oft bedrohlichen Gesundheitszustand.
Beharrlich weigert sich die kubanische Führung, die politischen Häftlinge freizulassen. Die weit verbreitete Hoffnung, dass mit der Machtübernahme von Raúl Castro eine Lockerung der politischen Repression zu erwarten wäre, hat sich mittlerweile zerschlagen. Die Organisation Human Rights Watch beschrieb in ihrem letztjährigen Bericht “New Castro, Same Cuba” die Situation engagierter Kubaner als “Leben in ständiger Angst”.
Sowohl die EU wie auch die USA unter Obama haben im letzten Jahr verschiedene Signale der Gesprächs- und Kooperationsbereitschaft nach Kuba gesandt. Doch scheint Raúl Castro und sein Regime gerade davor Angst zu haben, könnte doch gerade so das stabilisierende Feindbild “USA und der Westen” in die Brüche gehen. Es wird von großer Bedeutung sein, im Bemühen um die Freilassung der Häftlinge nicht nachzulassen, eine sofortige Verbesserung der Haftbedingungen zu fordern und im Gespräch mit dem kubanischen Regime deutlich zu machen, dass allein ein grundlegender Wandel auf Kuba der Bevölkerung eine menschenwürdige Zukunft gibt.
