Außenminister a.D. und Mitglied des Deutschen Bundestages von 1990 bis 2009
Senior Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

Biographie

Markus Meckel

Außenminister a.D.

Mitglied des Deutschen Bundestages von 1990 bis 2009

Senior Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

Pfarrer (im Wartestand)

Ausbildung und Beruf

Geboren am 18. August 1952 in Müncheberg/Brandenburg. 1959 bis 1967 Allgemeine Oberschule, 1967 bis 1969 Erweiterte Oberschule, musste die Schule aus politischen Gründen verlassen. 1969 bis 1971 Kirchliches Oberseminar Potsdam-Hermannswerder, Hochschulreife. 1971 bis 1978 Theologiestudium in Naumburg und Berlin.

1980 bis 1988 Vikariat und evangelisches Pfarramt in Vipperow/Müritz, Mecklenburg. 1988 bis 1990 Leiter der Ökumenischen Begegnungs- und Bildungsstätte in Niederndodeleben bei Magdeburg, 1988 bis 1989 Delegierter der Ökumenischen Versammlung in der DDR und der 1. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Basel, Schweiz.

Politische Arbeit in der DDR

Oppositionelle politische Arbeit seit den 1970er Jahren, Beteiligung an zahlreichen Initiativen und an Versuchen der Vernetzung der politischen Gruppen; mit Martin Gutzeit Initiator der Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP); Vertreter der SDP am Zentralen Runden Tisch; seit der Gründung der SDP am 7. Oktober 1989 Zweiter Sprecher der SDP; Februar bis September 1990 stellvertretender Vorsitzender, April bis Juni 1990 amtierender Vorsitzender der SPD-Ost. Mitglied der Volkskammer vom 18. März bis 2. Oktober 1990, April bis August 1990 Außenminister der DDR.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Vom 12. Oktober 2013 bis 22. September 2016 war Markus Meckel Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Dieser 1919 gegründete Verein kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung um die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland und pflegt derzeit 832 Kriegsgräberstätten mit 2,7 Millionen Toten in 45 Staaten. Mit seiner schulischen und außerschulischen Jugend- und Bildungsarbeit verfolgt er friedenspädagogische Ziele und wirkt an der Gestaltung der Erinnerungs- und Gedenkkultur in Deutschland und Europa mit.

Im Frühsommer 2014 berief Meckel eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines Leitbildes ein, in welchem der Volksbund sich selbst auf die wichtigsten Aufgaben und Zielsetzungen verständigt, diese zur Richtschnur seiner Entscheidungen macht und für Gesellschaft und Öffentlichkeit ein neues, modernes Image gewinnt. Das Leitbild wurde vom Bundesvertretertag des Volksbundes im September 2016 beschlossen.

Zu seiner Zeit als Präsident des Volksbundes trat Markus Meckel für zukunftsweisende Reformenen des Verbandes ein. Eine Bilanz und weitere Herausforderungen schrieb Meckel in einer Denkschrift nieder.


Die Texte zum nachlesen:

Mitglied des Deutschen Bundestages

Mitglied des Bundestages von 1990 bis 2009; Mitglied des Auswärtigen Ausschusses; Stellv. Mitglied im EU-Ausschuss; 1994 bis 2009 Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages; Juni 2001 bis Oktober 2009 stellvertretender Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Außenpolitik.

1991 bis 2009 Mitglied und von 1998 bis 2006 Leiter der deutschen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der NATO; 2006 bis 2009 stellvertretender Leiter der deutschen Delegation; vom November 2000 bis zum November 2002 Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der NATO; 2004 bis 2008 Vorsitzender des politischen Ausschusses der Parlamentarischen Versammlung der NATO.

1992 bis 1994 Sprecher der SPD-Fraktion in der von ihm initiierten Enquete-Kommission “Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland”, 1994 bis 1998 Sprecher der SPD-Fraktion in der Enquete-Kommission “Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit”.

Texte mit autobiografischem Charakter

Opposition

  • Meckel, Markus: Eine fruchtbare Freundschaft. In: Klaus Bästlein, Hg., Martin Gutzeit. Ein deutscher Revolutionär. Die Umwälzung in der DDR 1989/1990, Festschrift zum 65. Geburtstag und 25 Jahre Landesbeauftragter, Berlin 2017, S. 55-72 - hier.
  • Interview mit Rainer Eppelmann und Markus Meckel am 19. Februar 2015 in Berlin, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" - hier. 
  • Interview mit Rainer Eppelmann und Markus Meckel am 19. Februar 2015 in Berlin, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" - hier.

Beziehungen zu Rumänien, Polen und Ungarn

  • Meckel, Markus: Polen – So vertraut, so fremd. In: Bingen, Dieter; Marek, Halub; Weber, Matthias: Mein Polen – Meine Polen. Zugänge und Sichtweisen. Harrassowith Verlag Wiesbaden 2016, S. 130-136 - hier.
  • Markus Meckel im Interview mit Robert Zurek am 10. Februar und 24. Mai 2012 in Berlin - hier. 
  • Markus Meckel im Interview mit Heltai-Hopp, Oral History – Twenty five interviews about the change of regime in Central and Eastern Europe, 6. Oktober 2011 - hier.
  • Beitrag von Markus Meckel für Herman Janos im Februar 2011 - hier. 
  • Rede von Markus Meckel anlässlich der Verleihung des Viadrina-Preises in Frankfurt Oder am 18. Dezember 2003 - hier.

Jugend

  • Festrede von Markus Meckel am evangelischen Gymnasium Graues Kloster Berlin-Schmargendorf zum 50. Jahrestag der Traditionsübernahme „Graues Kloster“ am 14. September 2013 - hier. 
  • Meckel, Markus: Die Bedeutung der evangelischen Bildung für die Demokratie. Festvortrag 100 Jahre gymnasiale Bildung auf Hermannswerder, 19. April 2009 - hier. 
  • Meckel, Markus: Geborgenheit und Wagnis. In: Kleßmann, Christoph (Hrsg.): Kinder der Opposition. Berichte aus Pfarrhäusern in der DDR. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1993, S. 95 -108 - hier.

Ehrungen

2015 Kommandeurkreuz mit Stern des Verdienstordens der Republik Polen

2014 Dankbarkeitsmedaille der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc

2014 Ungarischer Gábor-Bethlen-Preis

2012 Scheidegger Friedenspreis

2008 Ehrenzeichen „Millenniumsstern Litauens“

2007 Ehrenplakette des bulgarischen Parlaments

2007 Medaille des Verteidigungsministers der Republik Lettland „Für die Förderung des Beitritts zur NATO“

2005 Kommandeur des Drei-Sterne-Ordens für die Verdienste um die Republik Lettland 

2004 Orden des Marienland-Kreuzes 2. Klasse für die Verdienste um die Republik Estland

2003 Viadrina-Preis in Würdigung der Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung

2002 Orden des litauischen Großfürsten Gediminas 

1998 Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen

1995 Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland