Vorsitzender des Rates der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Schon 1994 habe ich im Rahmen meiner Arbeit in der Enquete-Kommission “Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland” (1992-1994) im Deutschen Bundestag die Gründung einer Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vorgeschlagen. Diese Idee wurde von der Enquete-Kommission “Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit” (1994 bis 1998) aufgegriffen und mit parteiübergreifender Zustimmung realisiert. So enstand 1998 die “Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur”. Sie ist eine bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts. Seit ihrer Gründung bin ich Vorsitzender des Stiftungsrates.
Aufgabe der Stiftung ist die Förderung der Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur. Dazu ist die Stiftung in verschiedenen Bereichen an den Schnittstellen von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft tätig. Projekte, die der Aufarbeitung dienen und Maßnahmen zur politischen Bildung werden gefördert, Stipendien an Wissenschaftler vergeben und die Arbeit von Opferverbänden unterstützt. Mit ihrem Archiv und der Spezialbibliothek trägt die Stiftung zum Erhalt und zur Nutzbarmachung von Dokumenten insbesondere zum Thema Widerstand und Opposition gegen die kommunistische Diktatur bei. Ein weiterer Bestandteil der Stiftungsarbeit ist auch die so wichtige internationale Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von Diktaturen. Über die geförderten Projekte hinaus schafft die Stiftung zudem mit einer Vielzahl von eigenen Veranstaltungen und Publikationen ein breites Angebot.

