European Partnership for Democracy
Viele Staaten in Europa haben sich in ihrer jüngsten Geschichte eine demokratische Ordnung erkämpft. Die Freiheitsbewegungen, die 1989 zum Fall des Kommunismus in vielen Staaten Mittel- und Osteuropas geführt haben, sind uns noch gut im Gedächtnis. Wir in Europa stehen in der Verantwortung, uns nicht mit dem zufrieden zu geben, was wir für uns selbst erreicht haben, sondern unsere Erfahrungen mit denen zu teilen, die heute den Weg hin zu einer freiheitlichen und demokratischen Ordnung beschreiten möchten.
Deshalb habe ich bereits im Februar 2006 die Errichtung einer europäischen Stiftung für Demokratie vorgeschlagen [pdf, 121kB dt. oder 90kB en.], die durch Wissen und finanzielle Mittel flexibel und unbürokratisch Zivilgesellschaft und demokratische Entwicklung in anderen Ländern fördern sollte.
Eine Reihe europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen rief 2008 in Brüssel gemeinsam die European Foundation for Democracy Through Partnership (EFDP), inzwischen European Partnership for Democracy (EPD), ins Leben. Die unabhängige europäische Stiftung hat zum Ziel, die Entwicklung von Demokratie, starken Zivilgesellschaften und Rechtsstaatlichkeit sowie den Schutz der Menschenrechte außerhalb der EU zu fördern. Andere bereits bestehende EU-Programme zur Demokratieförderung wie die European Initiative for Democracy and Human Rights (EIDHR) werden durch EPD sinnvoll ergänzt.
EPD führt aktuell Projekte für den postsowjetischen Raum (Pilotprojekte in Armenien, Georgien und Moldau), für Asien (Hard Case Country Programme in Burma), Afrika (Pilotprogramm in Zimbabwe, Ägypten, Tunesien) und Lateinamerika (u.a. Latin America Roundtable) durch.
Ich selbst war von 2008 – 2012 Mitglied im Board of Directors und engagierte mich vor allem im Rahmen der Pilotprojekte im postsowjetischen Raum.
