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	<title>Markus Meckel &#187; Interviews</title>
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	<description>/ Außenminister a.D. / MdB 1990 - 2009</description>
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		<title>Markus Meckel im Deutschlandfunk zum Petersburger Dialog und den deutsch-russischen Beziehungen</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 08:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[	Russland muss als wichtiger Partner Deutschlands ernstgenommen werden, gleichzeitig muss der Umgang Russlands mit Demokratie und Zivilgesellschaft offen thematisiert werden. Am 19.7.2011 sendete der Deutschlandfunk ein Interview mit Markus Meckel, das hier nachgeh&#246;rt werden kann.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Russland muss als wichtiger Partner Deutschlands ernstgenommen werden, gleichzeitig muss der Umgang Russlands mit Demokratie und Zivilgesellschaft offen thematisiert werden. Am 19.7.2011 sendete der Deutschlandfunk ein <strong><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1507634/">Interview mit Markus Meckel</a></strong>, das <strong><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1507634/">hier</a></strong> nachgeh&#246;rt werden kann.
</p>
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		<title>Dokumentation im bulgarischen Nationalfernsehen</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 13:28:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[	Das bulgarische Nationalfernsehen strahlte am 2. Oktober anl&#228;ssliche des 20. Jahrestages der Deutschen Einheit eine Dokumentation unter dem Titel &#8220;In Vielfalt geeint&#8221; aus, in der auch Markus Meckel zu Wort kommt. Das Video in bulgarischer Sprache ist hier abrufbar.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Das bulgarische Nationalfernsehen strahlte am 2. Oktober anl&#228;ssliche des 20. Jahrestages der Deutschen Einheit eine Dokumentation unter dem Titel &#8220;In Vielfalt geeint&#8221; aus, in der auch Markus Meckel zu Wort kommt. <strong><a href="http://bnt.bg/bg/productions/104/edition/9677/v_kadyr_2_oktomvri_2010_obedineni_v_razlichieto" target="_blank">Das Video in bulgarischer Sprache ist hier abrufbar.</a></strong>
</p>
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		<title>Presse aktuell</title>
		<link>http://markus-meckel.de/2010/07/4529/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 07:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen und Presseerklärungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 14. und 18.07.2010 um 12:05h wurde im Radio des mdr die Sendung "Figaro trifft Markus Meckel" ausgestrahlt. Mit Alexander Meyer sprach Markus Meckel &#252;ber das Leben in der DDR, die Friedliche Revolution und den Weg zur Deutschen Einheit. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Die  Sendung ist auf der <a href="http://www.mdr.de/mdr-figaro/journal/7488623.html"><strong>Seite des mdr</strong></a> anzuh&#246;ren.
</p>
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		<title>Markus Meckel: &#8220;Die Zukunft wurde neu gestaltet&#8221;</title>
		<link>http://markus-meckel.de/2010/05/markus-meckel-die-zukunft-wurde-neu-gestaltet/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 15:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Interview mit der Deutschen Welle sprach Markus Meckel &#252;ber die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen und den Weg zur Deutschen Einheit. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Das <a title="Link zu Deutsche Welle World &#246;ffnet in neuem Fenster" href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5526793,00.html" target="_blank"><strong>vollst&#228;ndige Interview mit Markus Meckel</strong></a> kann auf der Internetseite der Deutschen Welle nachgelesen werden.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Markus Meckel: &#8220;Polen ist voll handlungsf&#228;hig&#8221; (Interview in der Th&#252;ringischen Landeszeitung, 19.4.2010)</title>
		<link>http://markus-meckel.de/2010/04/markus-meckel-polen-ist-voll-handlungsfaehig-interview-in-der-thueringischen-landeszeitung-19-4-2010/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 14:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Markus Meckel sprach mit der Th&#252;ringischen Landeszeitung &#252;ber die politische Situation in Polen nach dem tragischen Flugzeugungl&#252;ck in Smolensk.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<div><script type="text/javascript">// <![CDATA[<br />
	if (typeof(xtn2) == "undefined" || xtn2 == null) { xtn2="10"; }</p>
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	</div>
	<div><strong>Wird der Tod Kaczynskis Auswirkungen auf das deutsch-polnische Verh&#228;ltnis haben? </strong></div>
	<div>Nein, das denke ich nicht. Seit Donald Tusk Premierminister ist, haben sich die Beziehungen deutlich entspannt. Es gibt einen Geist der Kooperation, der Ton ist sehr sachlich. In Deutschland gab es nach diesem schlimmen Ungl&#252;ck eine Welle der Sympathie  das wurde in Polen durchaus wahrgenommen.</div>
	<div><strong>Aber Kaczynski galt nicht gerade als Freund der Deutschen.</strong></div>
	<div>Das stimmt. Er war sehr stark in historischen Bez&#252;gen verhaftet und konnte weder zu Deutschland noch zu Russland ein offenes Verh&#228;ltnis finden. Dennoch hat er es immer wieder versucht, denn er hat erkannt, dass das eine Frage der politischen Vernunft ist. Freunde gesucht und gefunden hat er aber nicht.</div>
	<div><strong>Wie sieht es mit dem Verh&#228;ltnis zu Russland aus?</strong></div>
	<div>Lech Kaczynski schaute immer sehr skeptisch auf Russland. Gerade auch im Georgienkrieg stellte er sich demonstrativ auf die Seite Georgiens. Deswegen war es auch ein so besonderes Ereignis, dass es wenige Tage vor dem Flugzeugabsturz ein Treffen zwischen Tusk und Putin gegeben hat, die des Massakers von Katyn gedacht haben. Es gibt die Hoffnung, dass sich das Verh&#228;ltnis auch durch das schwere Ungl&#252;ck vor einer Woche nun weiter entspannt.</div>
	<div><strong>Ist die EU-skeptische Linie der Polen nun geschw&#228;cht?</strong></div>
	<div>Kaczynskis Partei Recht und Gerechtigkeit ist nach dem Ungl&#252;ck, bei dem ja auch viele F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten der Partei starben, schwer angeschlagen. Wie weit sich das auswirkt, auf die Gesellschaft und auch auf die k&#252;nftige Politik, das kann man noch nicht absehen.</div>
	<div><strong>Der Pr&#228;sidentschaftswahlkampf steht an&#8230;</strong></div>
	<div>&#8230;und ich hoffe, dass er nicht so verletzend sein wird, wie es vorher abzusehen gewesen war.</div>
	<div><strong>Wird es in Polen ein Machtvakuum geben?</strong></div>
	<div>Nein, das gibt es schon jetzt nicht. Es ist v&#246;llig klar, dass die Institutionen, dass die Regierung Tusk und der politische Apparat funktionieren. Polen ist voll handlungsf&#228;hig.</div>
	<div>Steffi Dobmeier 			 / 			 				19.04.10 			 / 			 				TA</div>
	<div><a href="http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Letzter-DDR-Aussenminister-Polen-ist-voll-handlungsfaehig-1108112786">Quelle: http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Letzter-DDR-Aussenminister-Polen-ist-voll-handlungsfaehig-1108112786</a> (19.4.2010)</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Markus Meckel: &#8220;Polska potrzebuje teraz naszego współczucia i solidarności&#8221;</title>
		<link>http://markus-meckel.de/2010/04/markus-meckel-polska-potrzebuje-teraz-naszego-wspoczucia-i-solidarnoci/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 18:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum tragischen Flugzeugabsturz des polnischen Pr&#228;sidenten und vieler Pers&#246;nlichkeiten aus der polnischen Politik und Gesellschaft sprach Markus Meckel mit der Deutschen Welle Polen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Zum tragischen Flugzeugabsturz des polnischen Pr&#228;sidenten und vieler Pers&#246;nlichkeiten aus der polnischen Politik und Gesellschaft sprach Markus Meckel mit der Deutschen Welle Polen.</p>
	<p>&#8220;To straszliwa wiadomosc o smierci polskiego Prezydenta, który zginal w  tragicznej katastrofie lotniczej z osobistościami życia politycznego i  spolecznego w drodze do Katynia. Jestem w szoku przede wszystkim z  powodu tragicznej smierci Prezydenta RP i osób mu towarzyszacych i to  jeszcze w drodze do Katynia, który jest symbolem tragedii w dziejach  Polski. Wspólczuje z calego serca rodzinie Kaczyńskich i wszystkim  rodzinom, których bliscy zgineli w tej straszliwej katastrofie. Polacy  potrzebuja teraz naszego wspólczucia i solidarnosci, bo sa tak bardzo  zakorzenieni w swej historii. Ta historia nie powinna pójsc w niepamiec i  powinna także zapisac sie w swiadomosci miedzynarodowej spolecznosci i  stac sie czescia  europejskich dziejów, bo to jest to, o co zabiegal  prezydent Lech Kaczyński i osoby, które mu towarzyszyly w drodze do  Katynia&#8221;.</p>
	<p>10. April 2010, Deutsche Welle Polen</p>
	<p>Quelle: <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5452806,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5452806,00.html</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Es kommt darauf an, das Vertrauen zu gewinnen&#8221; — Markus Meckel im Interview &#252;ber politische Schwerpunkte und Wahlkreisarbeit</title>
		<link>http://markus-meckel.de/2009/09/es-kommt-darauf-an-das-vertrauen-zu-gewinnen-markus-meckel-im-interview-ueber-inhalte-und-seiner-arbeit-als-bundestagsabgeordneter/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 11:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[meldung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Interview mit Matthias Bruck spricht Markus Meckel &#252;ber seine Arbeit als direkt gew&#228;hlter Bundestagsabgeordneter f&#252;r Uckermark und Barnim, &#252;ber die Linkspartei und &#252;ber L&#246;sungsans&#228;tze f&#252;r die Probleme unserer Region - von der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik bis hin zur grenz&#252;berschreitenden Zusammenarbeit mit Polen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><em>Sie haben seit 1990 bei allen Bundestagswahlen das Direktmandat in der Uckermark f&#252;r sich gewonnen. Haben Sie so etwas wie ein Abonnement auf den Wahlsieg? Worin liegt das Geheimnis Ihres Erfolges?</em></p>
	<p>Nat&#252;rlich gibt es kein Abonnement. Es kommt darauf an, das Vertrauen zu gewinnen. Und das haben mir die Menschen hier in der Region seither immer wieder entgegengebracht. F&#252;r mich ist es sehr wichtig, glaubw&#252;rdige Politik zu machen und keine falschen Versprechungen. Um das gut einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen, muss man nah bei den Menschen sein. Daher besuche ich sie gerne dort, wo sie leben, arbeiten — oder eben auch oft keine Arbeit haben.</p>
	<p><em>Die Prognosen f&#252;r die SPD sehen finster aus. Die Partei wird stark bedr&#228;ngt von beiden Seiten, rechts die CDU, links die Linkspartei. Ist eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei auf Bundesebene f&#252;r Sie ein Thema?</em></p>
	<p>Die Linkspartei ist eine populistische Partei, die allen alles verspricht. Mit ihr ist im Spannungsfeld von Finanzen, Wirtschaft und Sozialem keine verantwortliche und tragf&#228;hige Politik m&#246;glich. Dazu kommt, dass die Linkspartei in Fragen der Au&#223;en-, Europa- und Sicherheitspolitik faktisch nationalistische Positionen vertritt. K&#246;nnte die Linkspartei da mitentscheiden, w&#252;rde sie Deutschland international isolieren. Nicht zuletzt das schlie&#223;t eine Koalition v&#246;llig aus.</p>
	<p><em>Und eine Zusammenarbeit in den L&#228;ndern oder regional, auf Kreisebene und in den Kommunen — ist das f&#252;r Sie m&#246;glich?</em></p>
	<p>Auf Landesebene bin ich auch eher skeptisch, aber nat&#252;rlich m&#252;ssen das die Beteiligten vor Ort in den Landtagen pragmatisch entscheiden. Gleiches gilt auf kommunaler Ebene. Ich gebe aber zu bedenken, dass es bei der Linkspartei noch immer an kritischer Auseinandersetzung mit der eigenen kommunistischen Vergangenheit fehlt. Daraus folgt nat&#252;rlich ein ganz klares Glaubw&#252;rdigkeitsdefizit.</p>
	<p><em>Sie touren derzeit wieder durch Ihren Wahlkreis. Mit welchen Problemen konfrontieren Sie die B&#252;rger? Welche L&#246;sungsans&#228;tze sehen Sie, wie k&#246;nnen Sie sich im Bundestag f&#252;r die Region stark machen?</em></p>
	<p>Die Gespr&#228;che w&#228;hrend der Radtour betreffen alle m&#246;glichen Themen und Politikfelder, nicht alle davon die Bundespolitik. Oftmals geht es um die wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung der Region, um fehlende Arbeitspl&#228;tze und Ungerechtigkeiten in der Sozialgesetzgebung. Manchem kann ich zustimmen:  Es ist zum Beispiel nicht akzeptabel, dass die beschlossene Kindergelderh&#246;hung bei Hartz-IV-Empf&#228;ngern voll abgezogen wird. &#220;berhaupt bin ich der Meinung, dass die Regels&#228;tze hier zu niedrig sind. Umgekehrt muss, wer Arbeit hat, auch davon leben k&#246;nnen — weshalb wir f&#252;r einen einheitlichen und branchen&#252;bergreifenden Mindestlohn k&#228;mpfen.<br />
Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region setze ich mich im Deutschen Bundestag vor allem daf&#252;r ein, dass die Chancen der l&#228;ndlichen Regionen Ostdeutschlands besser genutzt werden k&#246;nnen. Dies betrifft vor allem den weiteren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die klare F&#246;rderung der erneuerbaren Energien, der Landwirtschaft im Allgemeinen und des &#246;kologischen Landbaus sowie der Direktvermarktung im Besonderen. Auch im Tourismusbereich sehe ich noch gro&#223;e Potentiale. Wichtig ist, dass die langfristigen Entwicklungsinteressen strukturschwacher l&#228;ndlicher Regionen nicht gef&#228;hrdet werden. Die Zug&#228;nglichkeit unserer Seen und W&#228;lder ist sehr wichtig f&#252;r Naturtourismus und Naherholung. Unsere Agrarbetriebe brauchen Boden zu Kauf- oder Pachtpreisen, die sie auf diesem letztlich auch erarbeiten k&#246;nnen. Deshalb setze ich mich in beiden F&#228;llen klar f&#252;r eine schnelle, f&#252;r Landwirte sowie Kommunen vertr&#228;gliche Neuregelung der Privatisierungspraxis der BVVG ein. Immerhin haben wir schon einen Ausschreibungsverzicht bis zum Jahresende erreicht.<br />
Als &#252;berzeugter Kernkraftgegner und gleichzeitiger Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe nutze ich meine Kontakte in Polen, um meine Freunde dort davon zu &#252;berzeugen, dass die Stromerzeugung aus Kernenergie keine Zukunft hat und deshalb der Neubau eines Atomkraftwerks in unserer Grenzregion keine gute Idee ist.</p>
	<p><em>Was sind f&#252;r Sie die wichtigsten politischen Themen, mit denen Sie sich in der neuen Legislaturperiode im Bundestag auseinandersetzen wollen?</em></p>
	<p>Nat&#252;rlich m&#246;chte ich weiter festhalten an meinen bundespolitischen Schwerpunkten Au&#223;en- und Europapolitik sowie Aufarbeitung von Geschichte. Vor allem mit dem Lissaboner Vertrag wird die interessante Aufgabe einer verst&#228;rkt gemeinsam vertretenen europ&#228;ischen Au&#223;en- und Sicherheitspolitik auf uns zukommen.<br />
F&#252;r unsere Region sind gute Beziehungen zu Polen von besonderer Bedeutung, weshalb ich mich auch weiterhin f&#252;r eine Intensivierung der grenz&#252;berschreitenden Zusammenarbeit einsetze. Zudem ist mir wichtig, dass am Atomausstieg festgehalten wird sowie dass der Einspeisevorrang f&#252;r erneuerbare Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten bleibt. Im Steuersystem m&#252;ssen wir das Ehegattensplitting so ver&#228;ndern, dass f&#252;r beide Partner Erwerbsanreize gegeben sind, die Steuerlast gerecht verteilt wird und hohe Einkommen keinen zus&#228;tzlichen Splittingvorteil haben. Mit diesen Mitteln sollten wir lieber Kinder f&#246;rdern: Bildung muss von der Kita bis zur Hochschule geb&#252;hrenfrei sein.</p>
	<p><em>Welchen Wert hat f&#252;r Sie die Verankerung des Bundestagsabgeordneten in einer bestimmten Region? Wie wichtig ist f&#252;r Sie die Wahlkreisarbeit?</em></p>
	<p>Man muss nah bei den Menschen sein und immer Bodenhaftung behalten. Ich wohne ja auch in der Uckermark — und wenn nicht gerade Sitzungswoche im Bundestag ist oder eine Dienstreise ansteht, bin ich auch hier. Nicht nur im Wahljahr, sondern seit inzwischen 17 Jahren radle ich im Sommer &#252;ber 60-80 D&#246;rfer, besuche die Menschen am Gartenzaun. Au&#223;erdem besuche ich &#252;ber das ganze Jahr hinweg im Rahmen meiner &#8220;Stadtg&#228;nge&#8221; die St&#228;dte und gr&#246;&#223;eren Orte des Wahlkreises, gehe in die Gesch&#228;fte und spreche die Menschen auf den Stra&#223;en an. Wie in einer &#8220;mobilen Sprechstunde&#8221; kommt es mir dabei darauf an, zuh&#246;ren zu k&#246;nnen, von den allt&#228;glichen Problemen, aber auch von den Erfolgen der Menschen hier zu erfahren. Diese Eindr&#252;cke und nicht selten konkrete Ideen oder Aufgaben kann ich dann mit nach Berlin nehmen.</p>
	<p><em>Erschienen im gedruckten Nordkurier am 8. September 2009. Die Fragen stellte Matthias Bruck.</em>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Mauersplitter&#8221;: Markus Meckel liest im Deutschlandfunk aus dem Aufruf zur Bildung einer sozialdemokratischen Partei in der DDR vom 26. August 1989</title>
		<link>http://markus-meckel.de/2009/08/mauersplitter-markus-meckel-liest-im-deutschlandfunk-aus-dem-vor-20-jahren-veroeffentlichten-aufruf-der-initiativgruppe-zur-bildung-einer-sozialdemokratischen-partei-in-der-ddr/</link>
		<comments>http://markus-meckel.de/2009/08/mauersplitter-markus-meckel-liest-im-deutschlandfunk-aus-dem-vor-20-jahren-veroeffentlichten-aufruf-der-initiativgruppe-zur-bildung-einer-sozialdemokratischen-partei-in-der-ddr/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 07:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufarbeitung von Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen und Presseerklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[meldung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://markus-meckel.de/?p=2988</guid>
		<description><![CDATA["Stichworte zum Programm. Zur Ordnung von Staat und Gesellschaft: Rechtsstaat und strikte Gewaltenteilung. Parlamentarische Demokratie und Parteienpluralit&#228;t. Sozialstaat mit &#246;kologischer Orientierung. Relative Selbstst&#228;ndigkeit der Regionen [L&#228;nder]. Soziale Marktwirtschaft mit striktem Monopolverbot zur Verhinderung undemokratischer Konzentration &#246;konomischer Macht. Demokratisierung der Strukturen des Wirtschaftslebens unter anderem durch betriebliche Mitbestimmung. F&#246;rderung von Gemeinwirtschaft und Genossenschaften]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Aus dem Aufruf der Initiativgruppe zur Bildung einer sozialdemokratischen Partei in der DDR, gelesen vom Mitunterzeichner Markus Meckel</strong><br />
Deutschlandfunk am 26. August 2009, Autor: Marcus Heumann (<a title="Deutschlandfunk Mauersplitter 26.08.09 - Seite &#246;ffnet in neuem Fenster" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/mauersplitter/1016166/" target="_blank">Permalink</a>)<a title="Deutschlandfunk Mauersplitter 26.08.09 - Audiodatei &#246;ffnet in neuem Fenster" href="http://markus-meckel.de/wp-content/uploads/2009/08/09_08_26-DLF-Mauersplitter-SDP-Gr&#252;ndung.mp3" target="_blank"></a></p>
	<p><a title="Deutschlandfunk Mauersplitter 26.08.09 - Audiodatei &#246;ffnet in neuem Fenster" href="http://markus-meckel.de/wp-content/uploads/2009/08/09_08_26-DLF-Mauersplitter-SDP-Gr&#252;ndung.mp3" target="_blank">mp3, 764kB</a></p>
	<blockquote><p>&#8220;Stichworte zum Programm. Zur Ordnung von Staat und Gesellschaft: Rechtsstaat und strikte Gewaltenteilung. Parlamentarische Demokratie und Parteienpluralit&#228;t. Sozialstaat mit &#246;kologischer Orientierung. Relative Selbstst&#228;ndigkeit der Regionen [L&#228;nder]. Soziale Marktwirtschaft mit striktem Monopolverbot zur Verhinderung undemokratischer Konzentration &#246;konomischer Macht. Demokratisierung der Strukturen des Wirtschaftslebens unter anderem durch betriebliche Mitbestimmung. F&#246;rderung von Gemeinwirtschaft und Genossenschaften mit freiwilliger Zugeh&#246;rigkeit und gleichberechtigter Privatwirtschaft. Freiheit der Gewerkschaften und Streikrecht. Strikte Religions- und Gewissensfreiheit. Gleichberechtigung und F&#246;rderung von Frauen. Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit f&#252;r alle demokratischen Organisationen. Freie Presse und Zugang zu den elektronischen Medien f&#252;r alle demokratischen Organisationen. Gew&#228;hrung von Asyl f&#252;r politische Fl&#252;chtlinge. Anerkennung der Zweistaatlichkeit Deutschlands als Folge der schuldhaften Vergangenheit. M&#246;gliche Ver&#228;nderungen im Rahmen einer europ&#228;ischen Friedensordnung sollen damit nicht ausgeschlossen sein.&#8221;</p></blockquote>
	<p>Den &#8220;Aufruf zur Bildung einer Initiativgruppe mit dem Ziel, eine sozialdemokratische Partei in der DDR ins Leben zu rufen&#8221; ver&#246;ffentlichten Martin Gutzeit, Markus Meckel, Arndt Noack und Ibrahim B&#246;hme am 26. August 1989 — dem 200. Jahrestag der Verk&#252;ndung der &#8220;Erkl&#228;rung der Menschen- und B&#252;rgerrechte&#8221; durch die franz&#246;sische Nationalversammlung — in der Berliner Golgathakirche.</p>
	<p>Lesen Sie mehr &#252;ber die Gr&#252;ndung der SDP unter <a title="Seite &#246;ffnet in diesem Fenster" href="http://markusmeckel.de/sozialdemokratie/">&#8220;Sozialdemokratie&#8221;</a> sowie im folgenden Interview:</p>
	<ul>
	<li> <a title="Interview &#246;ffnet in diesem Fenster" href="../sozialdemokratie/markus-meckel-und-martin-gutzeit-ueber-die-sdp-gruendung-und-das-vermaechtnis-der-friedlichen-revolution-fuer-die-sozialdemokratie">&#8220;Eine Sternstunde der deutschen Sozialdemokratie&#8221; — Die SDP-Gr&#252;nder Martin Gutzeit und Markus Meckel &#252;ber die Ost-SPD und das Verm&#228;chtnis der Friedlichen Revolution f&#252;r die Sozialdemokratie</a>, Interview mit Kai Doering, <em>vorw&#228;rts</em>-Sonderheft “20 Jahre Ost-SPD”, August 2009 [<a title="vorw&#228;rts-Sonderheft &quot;20 Jahre Ost-SPD&quot; - Dokument &#246;ffnet in neuem Fenster" href="../wp-content/uploads/2009/08/vorwaerts-sonderheft-20-jahre-ost-spd.pdf" target="_blank">pdf, 4.89mb</a>], S. 46-49.</li>
	</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://markus-meckel.de/2009/08/mauersplitter-markus-meckel-liest-im-deutschlandfunk-aus-dem-vor-20-jahren-veroeffentlichten-aufruf-der-initiativgruppe-zur-bildung-einer-sozialdemokratischen-partei-in-der-ddr/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>SDP-Gr&#252;nder Meckel und Gutzeit im vorw&#228;rts-Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 11:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufarbeitung von Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[meldung]]></category>

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		<description><![CDATA["Eine Sternstunde der deutschen Sozialdemokratie" — Die SDP-Gr&#252;nder Martin Gutzeit und Markus Meckel sprechen im Interview mit dem "vorw&#228;rts" &#252;ber die Ost-SPD und das Verm&#228;chtnis der Friedlichen Revolution f&#252;r die Sozialdemokratie]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<h4><span style="font-size: medium;">&#8220;Eine Sternstunde der deutschen Sozialdemokratie&#8221;</span></h4>
	<p><strong>Die SDP-Gr&#252;nder Martin Gutzeit und Markus Meckel &#252;ber die Ost-SPD und das Verm&#228;chtnis der Friedlichen Revolution f&#252;r die Sozialdemokratie</strong></p>
	<p>→ vorw&#228;rts-Sonderheft &#8220;20 Jahre Ost-SPD&#8221; [<a title="vorw&#228;rts-Sonderheft &quot;20 Jahre Ost-SPD&quot; - Dokument &#246;ffnet in neuem Fenster" href="http://markus-meckel.de/wp-content/uploads/2009/08/vorwaerts-sonderheft-20-jahre-ost-spd.pdf" target="_blank">pdf, 4.89mb</a>], August 2009, S. 46-49. Interview: Kai Doering</p>
	<p><div id="attachment_2942" class="wp-caption alignnone" style="width: 416px"><img class="size-full wp-image-2942" title="Markus Meckel und Martin Gutzeit (Foto: Lorenz Richter)" src="http://markus-meckel.de/wp-content/uploads/2009/08/meckel_gutzeit_aug09.JPG" alt="Markus Meckel und Martin Gutzeit (Foto: Lorenz Richter)" width="406" height="248" /><p class="wp-caption-text">Markus Meckel und Martin Gutzeit (Foto: Lorenz Richter)</p></div></p>
	<p><em>vorw&#228;rts: Herr Meckel, was machen Sie in diesem Jahr am 7. Oktober?</em></p>
	<p><em>Markus Meckel:</em> Genau wei&#223; ich das noch nicht, aber ich denke, Martin Gutzeit und ich werden uns verabreden, um gemeinsam mit unseren Frauen etwas zu unternehmen.</p>
	<p><em>Martin Gutzeit:</em> Dieser Tag ist ein wichtiges Datum in unserer Biographie und auch in der Geschichte — sowohl des Landes als auch der Sozialdemokratie.</p>
	<p><em>Am 7. Oktober 1989 wurde im Brandenburgischen Schwante die SDP, die Sozialdemokratie in der DDR, gegr&#252;ndet. Sie beide waren daran ganz ma&#223;geblich beteiligt. Was hat sie damals bewogen, eine Partei ins Leben zu rufen?</em></p>
	<p><em>Meckel:</em> Zun&#228;chst ist wichtig, dass wir uns ganz bewusst daf&#252;r entschieden haben, eine Partei zu gr&#252;nden. Das war der gro&#223;e Unterschied sowohl zu den B&#252;rgerbewegungen, die mit uns vorher in der Opposition waren, wie dem &#8220;Neuen Forum&#8221; oder &#8220;Demokratie jetzt!&#8221;. Wir wollten durch Wahlen legitimierte interne Strukturen und uns eine Programmatik geben. Am Anfang haben wir zehn sehr grunds&#228;tzliche inhaltliche Paragrafen beschlossen, aus denen jeder ersehen konnte, worum es bei dieser Partei geht. So wusste jeder, der sich uns sp&#228;ter angeschlossen hat, was die Richtung ist. Wir wollten nicht f&#252;r alle sprechen, sondern f&#252;r die, die sich unserem Programm anschlie&#223;en. Gleichzeitig wollten wir der Gesellschaft die Perspektive einer parlamentarischen Demokratie westlichen Musters geben.</p>
	<p><em>Gutzeit:</em> Wir haben uns mit der Gr&#252;ndung der SDP bewusst in die sozialdemokratische Geschichte gestellt. Gleichzeitig mit der Parteigr&#252;ndung haben wir auch den Antrag auf Aufnahme in die Sozialistische Internationale gestellt. Gerade der internationale Zusammenhang spielte f&#252;r uns eine wichtige Rolle.</p>
	<p><em>Im Gegensatz zu heute war die Gr&#252;ndung einer Partei wie Sie sie vollzogen haben illegal. Hatten Sie Angst?</em></p>
	<p><em>Gutzeit:</em> Es war nat&#252;rlich nicht ausgemacht, dass wir diese Gr&#252;ndung ungehindert &#252;berstehen. Markus Meckel und ich haben uns damals in der Nacht zum 7. Oktober in Berlin getroffen — und zwar mitten auf einem Bahnsteig am S-Bahnhof Warschauer Stra&#223;e. Wenn einer von uns verfolgt worden w&#228;re, h&#228;tte man das gesehen. Danach sind wir raus nach Schwante gefahren. Als das Gr&#252;ndungstatut dann dort unterschrieben war, machte sich schon eine gewisse Erleichterung breit, dass wir es geschafft hatten.</p>
	<p><em>Welches Selbstverst&#228;ndnis hatte die SDP?</em></p>
	<p><em>Meckel:</em> Wir wollten uns den globalen Herausforderungen unserer Zeit stellen und gleichzeitig der eigenen Gesellschaft eine neue Perspektive geben. Es galt, mit diesem Neuansatz gleichzeitig die Provinzialit&#228;t der kleinen DDR zu verlassen. Auf die SED bezogen machten wir die Zwangsvereinigung r&#252;ckg&#228;ngig, wir zogen gewisserma&#223;en die Hand der SPD aus dem SED-Parteiabzeichen und gingen damit an die Wurzeln des Selbstverst&#228;ndnisses der SED. So entzogen wir der SED ihre selbst ernannte Legitimation und stellten ihr absolutes Wahrheits- und Machtmonopol infrage.</p>
	<p><em>Wollten Sie die DDR abschaffen?</em></p>
	<p><em>Meckel (lacht):</em> Was hei&#223;t, die DDR abschaffen? Wir wollten ein anderes System, eine repr&#228;sentative, parlamentarische Demokratie westlichen Musters. Dass eine Mauer zwischen zwei demokratischen deutschen Staaten absurd sein w&#252;rde, war uns klar. Aber das war f&#252;r uns eine Frage f&#252;r danach. Gleichzeitig wollten wir nicht die Einheit mit der Brechstange, die die europ&#228;ische Sicherheit gef&#228;hrdet h&#228;tte. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die Zweistaatlichkeit anerkennen, aber die besonderen Beziehungen zur Bundesrepublik betonen. Schon im August 1989 &#228;nderten wir dann den Entwurf des Partei-Aufrufs und deuteten vorsichtig m&#246;gliche &#196;nderungen in der deutschen Frage an, jedoch mit dem Kriterium, dass es im Rahmen einer europ&#228;ischen Friedensordnung geschehen m&#252;sse. Die Einheit Deutschlands schien uns in dieser Zeit nicht direkt intendierbar, denn da h&#228;tten viele mitzureden gehabt.</p>
	<p><em>Gutzeit: </em>Weder die Bundesrepublik, noch die DDR war ja damals in der deutschen Frage souver&#228;n. Dass es neue Optionen geben k&#246;nnte, dar&#252;ber haben wir schon seit 1987 nachgedacht. Eine neutrale Position Deutschlands, also die Frage nach einem so genannten dritten Weg, spielte f&#252;r uns dabei allerdings keine Rolle.</p>
	<p><em>Meckel:</em> Darin unterschieden wir uns &#252;brigens von manchen anderen innerhalb der Opposition, von denen einige sogar eine R&#228;terepublik anstrebten. International waren wir gegen einen Austritt aus dem Warschauer Pakt und gegen einen Neutralit&#228;tsstatus f&#252;r Deutschland. Unsere Philosophie bestand darin, sich innerhalb der Bl&#246;cke daf&#252;r einzusetzen, sie  entsprechend zu ver&#228;ndern.</p>
	<p><em>Gutzeit:</em> Und wir konnten unseren Teil dazu leisten, indem wir versuchten, im &#246;stlichen Teil Deutschlands ein akzeptables politisches System zu etablieren. Wer auf unsere Programmatik schaut, wird sehen, dass die Grundprinzipien des Grundgesetzes schon damals bei der SDP verankert waren.</p>
	<p><em>Als Sie die Partei am 7. Oktober gr&#252;ndeten, waren andere Initiativen bereits aktiv.</em></p>
	<p><em>Meckel: </em>Ja, aber all die anderen Initiativen kannten unseren Aufruf ja schon seit Juli oder August. Am 26. August gaben wir ihn in die &#214;ffentlichkeit und am 29. erschien auch eine Meldung in der &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221;. Diejenigen, die das &#8220;Neue Forum&#8221; oder den &#8220;Demokratischen Aufbruch&#8221; gr&#252;ndeten, kannten unsere Initiative und haben sich  bewusst entschieden, etwas anderes zu wollen. Die organisatorische Vorarbeit f&#252;r eine Partei ist nun aber viel aufw&#228;ndiger als die Ver&#246;ffentlichung eines Aufrufs. Uns war wichtig, mit einer Parteigr&#252;ndung vermittelte Prozesse der Willensbildung auf den Weg zu bringen. Die H&#252;rde f&#252;r die Mitgliedschaft war wegen des Risikos relativ hoch, bei den anderen geringer. Letztlich hat jedoch beides zusammen die Friedliche Revolution m&#246;glich gemacht.</p>
	<p><em>Wie sahen die Reaktionen der West-SPD nach der Ver&#246;ffentlichung des Gr&#252;ndungsaufrufs am 26. August aus?</em></p>
	<p><em>Gutzeit:</em> Im Laufe des Septembers gab es noch keine pers&#246;nlichen Kontakte, aber &#246;ffentliche Reaktionen. Walter Momper z.B. sagte, eine Parteigr&#252;ndung in der DDR habe keinen Sinn, weil die SED die Macht habe und sie behalten werde.</p>
	<p><em>Meckel:</em> F&#252;r uns waren Einsch&#228;tzungen wie diese &#252;brigens gar nicht schlecht, weil damit dokumentiert wurde, dass wir keine Ferngr&#252;ndung aus dem Westen sind. Die Authentizit&#228;t unserer eigenen Gr&#252;ndung war damit &#246;ffentlich belegt.</p>
	<p><em>Gutzeit:</em> Die SED sah nat&#252;rlich eine Verschw&#246;rung der West-SPD, deren Ziel es war, die DDR zu sozialdemokratisieren. Aber die Initiative zur Gr&#252;ndung der SDP ist eben nicht aus dem Westen betrieben worden, sondern es war unsere h&#246;chsteigene Entscheidung, dies zu tun und wir haben daf&#252;r niemanden gefragt.</p>
	<p><em>Gab es nach der offiziellen Gr&#252;ndung Angebote zur Aufbauhilfe?</em></p>
	<p><em>Meckel:</em> Eine Woche nach der Gr&#252;ndung war Steffen Reiche zu einem Verwandtenbesuch im Westen. Ihn hat Hans-Jochen Vogel mit in eine Sitzung des SPD-Pr&#228;sidiums genommen. Das gab dem Ganzen eine deutliche Tendenz in unsere Richtung. Bis dahin f&#252;hrte die SPD ja immer noch mit der SED Gespr&#228;che. F&#252;r uns war wichtig, deutlich zu machen, dass wir mit der Partei-Gr&#252;ndung den Anspruch erheben, die wirklichen Partner der SPD zu sein. Dabei unterst&#252;tzten wir die Ost- und Entspannungspolitik. Jedoch musste der Unterschied zwischen Diktatoren und Demokraten deutlich bleiben. Wichtig war unser Aufnahmegesuch in die Sozialistische Internationale. Im Herbst besuchten uns dann Sozialdemokraten aus Schweden im Auftrag Willy Brandts.</p>
	<p><em>Gutzeit:</em> Vorher war schon Norbert Gansel auf eigene Verantwortung in die DDR gereist. Und am 24. Oktober trafen wir uns mit einigen Mitgliedern des Abgeordnetenhauses in Berlin. Alles auf eigene Initiative und nicht auf Gehei&#223; der SPD! Erst am 9. November hat dann Willy Brandt als Vorsitzender der Sozialistischen Internationalen eine Einladung zur Ratstagung in Genf geschickt.</p>
	<p><em>Meckel:</em> Innerhalb der Bundestagsfraktion gab es Differenzen, wie man sich uns gegen&#252;ber verhalten sollte. Man wusste nicht, wer wir sind und was unsere Hintergr&#252;nde sind. Einige wollten auch nicht den Draht zur SED verlieren. Ab November kam es dann auch &#252;ber vielf&#228;ltige und dezentrale Kontakte auf der Ortsvereinsebene zur aktiven Hilfe im Osten.</p>
	<p><em>Gutzeit: </em>Diese Graswurzelsache hatte die Partei dann schon gar nicht mehr im Griff. Und zwei Tage nach dem Mauerfall kamen Hans-Jochen Vogel, Willy Brandt und Dietrich Stobbe nach Ostberlin und wir trafen uns im Albrechtshof am Bahnhof Friedrichstra&#223;e. Das zeigt, was sich hier innerhalb k&#252;rzester Zeit aufeinander zu bewegt hat.</p>
	<p><em>Am 18. M&#228;rz 1990 folgten die Volkskammerwahlen, bei denen die Ost-SPD nur 21,7 Prozent der Stimmen bekam. Waren Sie damals entt&#228;uscht?</em></p>
	<p><em>Meckel: </em>Zun&#228;chst muss man sich klar machen, warum es nach dem 9. November &#252;berhaupt noch einen Runden Tisch und freie Wahlen in der DDR geben musste. Gerade wir Sozialdemokraten sind vehement daf&#252;r eingetreten, dass die deutsche Einheit ein verhandelter Prozess sein muss. Daf&#252;r aber brauchte es Legitimation, und deshalb brauchte man die Wahl. Ein Problem f&#252;r uns war sicher, dass sich die West-CDU nach gro&#223;em anf&#228;nglichem Widerstand schlie&#223;lich mit der Blockpartei Ost-CDU, der DSU und dem Demokratischen Aufbruch zur &#8220;Allianz f&#252;r Deutschland&#8221; verband.</p>
	<p><em>Gutzeit: </em>Dadurch hatten sie in jeder Kreisstadt entsprechende Strukturen mit dem n&#246;tigen Geld und Personal. Bei uns mussten die Strukturen dagegen erst aufgebaut werden. In Schwante hatten 38 Personen die Gr&#252;ndungsurkunde unterschrieben. Nun traten wir landesweit bei der Volkskammerwahl an – und das, obwohl wir offiziell bis zum 7. Dezember 1989 noch illegal waren. Bei diesem prinzipiellen Strukturnachteil waren 21,7 Prozent ein ausgesprochen gutes Ergebnis. Noch viel entscheidender ist allerdings die Tatsache, dass es &#252;berhaupt zu einer freien Wahl und damit zu einem Plebiszit f&#252;r die Demokratie kommen konnte. Ganz unabh&#228;ngig vom Wahlergebnis ist das unsere gr&#246;&#223;te Leistung.</p>
	<p><em>Sie haben das strukturelle Defizit der Ost-SPD erw&#228;hnt. Ist dies zwanzig Jahre nach dem Mauerfall behoben?</em></p>
	<p><em>Gutzeit:</em> Die Sozialdemokratie im Osten Deutschlands war an der Wurzel ausgerottet. &#220;ber zwei Generationen wurden Sozialdemokraten in der DDR verfolgt, weil sie den Machtanspruch der SED in Frage stellten. Wenn das vorbei ist, legt man nicht einfach einen Schalter um und es l&#228;uft wieder wie vorher. Die Sozialdemokratie in Ostdeutschland wieder zu etablieren, ist eine gro&#223;e Aufgabe.</p>
	<p><em>Meckel:</em> Es gab damals eine falsche Hoffnung vieler, die glaubten, man k&#246;nne so einfach auf der gro&#223;en versch&#252;tteten Tradition der SPD in Sachsen und in Th&#252;ringen aufbauen. Andere glaubten, auch in der SED habe es eine der Sozialdemokratie verpflichtete Tradition gegeben. Wir hielten beides von Anfang an f&#252;r einen Irrtum.</p>
	<p><em>Welche Konsequenzen hatte das?</em></p>
	<p><em>Meckel:</em> Bis heute werden wir angegriffen, dass es ein Fehler gewesen sei, fr&#252;heren SED-Mitgliedern die Mitgliedschaft in der SPD zu verwehren. Hier will ich festhalten, dass es in den ersten Monaten der Ost-SPD hierf&#252;r &#252;berhaupt keine Regelung gab. In dieser Zeit ist so manches ehemalige SED-Mitglied in die SDP eingetreten. Das war auch kein Problem, sondern wurde erst dann zu einem, als die Verleumdungskampagne der &#8220;Allianz f&#252;r Deutschland&#8221; gegen uns begann. Daraufhin haben wir im Januar 1990 im Vorstand der Ost-SPD beschlossen, dass jedes neue Mitglied seine fr&#252;here politische Biographie transparent machen muss. Denn wir gingen davon aus, dass man jeweils vor Ort wei&#223;, wie sich die Leute zu DDR-Zeiten verhalten haben. Als uns die infame Kampagne der CDU zunehmend zu schaffen machte, haben wir auf dem Parteitag in Leipzig im Februar 1990 ein Moratorium f&#252;r die Aufnahme fr&#252;herer SED-Mitglieder beschlossen — und am 9. Juni in Halle diese Regelung wieder aufgehoben. Von da an entschieden wieder die Ortsvereine &#252;ber die Aufnahme. Manche waren dann allerdings schon sehr restriktiv. Aber dazu gab es keine Vorstandsbeschl&#252;sse. Ich glaube bis heute, dass die Grundsatzentscheidungen, die wir damals getroffen haben, richtig und alternativlos waren.</p>
	<p><em>Gutzeit: </em>Wichtig ist, dass nicht der Parteivorstand die T&#252;ren zu gemacht hat. In manchen Ortsvereinen herrschte einfach die Angst, ehemalige SED-Mitglieder k&#246;nnten die Gruppe &#252;bernehmen.</p>
	<p><em>War diese Angst berechtigt?</em></p>
	<p><em>Gutzeit:</em> Nat&#252;rlich. Man muss sich unsere minimalen Strukturen vom Anfang ansehen. Und als klar war, dass die SED am Ende war, hat der eine oder andere dar&#252;ber nachgedacht, wie er am besten davon kommen k&#246;nnte.</p>
	<p><em>Meckel:</em> Oft wird uns vorgeworfen, ein kleinlicher Moralismus habe uns geleitet oder wir als Opfer h&#228;tten es nicht verkraftet, mit den anderen zu reden. Das ist alles Quatsch. Es hat sich vielmehr um eine strategische Entscheidung im Parteiaufbau gehandelt.</p>
	<p><em>R&#252;ckblickend betrachtet: Was ist das Verm&#228;chtnis der Friedlichen Revolution f&#252;r die deutsche Sozialdemokratie?</em></p>
	<p><em>Meckel: </em>Der Anteil der Sozialdemokraten an der Friedlichen Revolution war ein ganz wesentlicher. Allerdings hat die SPD bis heute durchaus Schwierigkeiten, die Bedeutung dieser Parteigr&#252;ndung zu verstehen. Dabei bin ich &#252;berzeugt, dass sie zu den Sternstunden der deutschen Sozialdemokratie und der deutschen Demokratiegeschichte &#252;berhaupt geh&#246;rt. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen sind jedoch nicht auf die Sozialdemokratie beschr&#228;nkt, sondern Teil einer fehlenden Kommunikation und &#246;ffentlichen Debatte &#252;ber diese Fragen in Deutschland insgesamt. Ich denke, dass wir den Prozess der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit aus den verschiedenen Perspektiven &#252;berhaupt neu diskutieren m&#252;ssen.</p>
	<p><em>Gutzeit: </em>Wenn man sich die Geschehnisse von 1989 und 1990 und vor allem die Ausgangslage ansieht, sollte das Ergebnis 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution bei uns den Optimismus st&#228;rken, auch bei widrigen Bedingungen politisch anzutreten und den Sieg davon zu tragen. ■
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Markus Meckel spricht im Deutschlandfunk zur Lage der Menschenrechte im Nordkaukasus</title>
		<link>http://markus-meckel.de/2009/08/markus-meckel-im-deutschlandfunk-zum-doppelmord-in-tschetschenien/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 04:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Förderung von Demokratie und Menschenrechten]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[meldung]]></category>

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		<description><![CDATA["Das Recht hat keinen wirklichen Platz in diesem Land"– im Gespr&#228;ch mit Christian Sch&#252;tte kritisiert der SPD-Au&#223;enpolitiker Markus Meckel den Umgang mit Menschenrechten in Russland und Tschetschenien]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>&#8220;Das Recht hat keinen wirklichen Platz in diesem Land&#8221;– SPD-Au&#223;enpolitiker Meckel kritisiert den Umgang mit Menschenrechten in Russland und Tschetschenien</strong><br />
Deutschlandfunk am 12. August 2009, Moderation: Christian Sch&#252;tte (<a title="Interview mit Markus Meckel im Deutschlandfunk - Seite &#246;ffnet in neuem Fenster" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1015218/" target="_blank">Permalink</a>)</p>
	<p><em>Markus Meckel, stellvertretender au&#223;enpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, zeigt sich best&#252;rzt &#252;ber die erneute Ermordung von B&#252;rgerrechtlern in Tschetschenien: Dort sei die Situation wirklich bedrohlich.</em></p>
	<p><a title="Deutschlandfunk 12.08.09 - Audiodatei &#246;ffnet in neuem Fenster" href="../wp-content/uploads/2009/08/09_08_12-DLF-Morde-an-Sadulajewa-und-Dschabrailow.mp3" target="_blank">mp3-Datei</a></p>
	<p>[O-Ton-Einspielung] <em>Beckmann:</em> &#8220;Ist Putin ein lupenreiner Demokrat?&#8221; — <em>Gerhard Schr&#246;der:</em> &#8220;Das sind immer so Begriffe. Ich glaube ihm das und ich bin davon &#252;berzeugt, dass er das ist. Dass in Russland nicht alles so ist, wie er sich das vorstellt und gar wie ich oder wir uns das vorstellen w&#252;rden, das, glaube ich, sollte man verstehen. Dieses Land hat 75 Jahre kommunistische Herrschaft hinter sich und ich w&#252;rde immer gerne die Fundamentalkritiker daran erinnern, mal dar&#252;ber nachzudenken, ab wann denn bei uns alles so wunderbar gelaufen ist.&#8221;</p>
	<p><em>Christian Sch&#252;tte:</em> Altkanzler Gerhard Schr&#246;der in der ARD-Sendung &#8220;Beckmann&#8221; &#252;ber Putin, damals noch Pr&#228;sident in Russland. Zu einer lupenreinen Demokratie geh&#246;rt Meinungsfreiheit, aber die scheint es im Nordkaukasus nicht unbedingt zu geben. Wer sich engagiert, sich f&#252;r Menschenrechte einsetzt, lebt gef&#228;hrlich. Eine B&#252;rgerrechtlerin und ihr Mann sind gestern in Tschetschenien tot, mit Schusswunden im Kofferraum eines Autos gefunden worden. Mitte Juli war schon einmal eine B&#252;rgerrechtlerin ermordet worden. Beide F&#228;lle haben Best&#252;rzung und Trauer hervorgerufen, aber auch &#246;ffentlich gemacht, wie dort mit kritischen Stimmen umgegangen wird. Es f&#252;hlten sich im Nordkaukasus viele Menschenrechtler regelrecht vogelfrei, so die Einsch&#228;tzung von Amnesty International. Am Telefon begr&#252;&#223;e ich nun Markus Meckel, den stellvertretenden au&#223;enpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Guten Morgen, Herr Meckel.</p>
	<p><em>Markus Meckel:</em> Ich w&#252;nsche Ihnen einen guten Morgen.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte:</em> K&#246;nnen die russischen Beh&#246;rden Menschenrechtler nicht sch&#252;tzen, oder wollen sie das nicht?</p>
	<p><em>Meckel:</em> Das ist durchaus eine offene Frage. Einerseits hat man den deutlichen Eindruck, dass Russland auf der einen Seite eine politische Gro&#223;macht sein will, mit viel politischer Verantwortung auch im globalen Ma&#223;stab, dass aber auf der anderen Seite die Staatlichkeit von innen durch Willk&#252;r, Terror, Korruption, Selbstjustiz immer st&#228;rker aufgerieben wird und das Recht keinen wirklichen Platz hat in diesem Land, und die Frage ist, was man dagegen tun kann. Im Lande lebt es sich gef&#228;hrlich f&#252;r alle, die dieses zum Thema machen. Sie haben das angesprochen. Es ist eine lange Kette von Ermordungen, Entf&#252;hrungen, Verschleppungen. Alles ist nicht bisher aufgekl&#228;rt, das ist das gro&#223;e Problem.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte:</em> Das hei&#223;t, wer Kritik &#252;bt, riskiert auf jeden Fall sein Leben?</p>
	<p><em>Meckel: </em>So ist es und so muss man es leider auch f&#252;r die Zukunft erwarten und hier gilt das nat&#252;rlich einmal f&#252;r ganz Russland, aber besonders bedrohlich ist die Situation wirklich im Norden des Kaukasus, wo der dortige Pr&#228;sident Ramsan Kadyrow sein Unwesen treibt — so muss man es sagen — und viele sprechen schon von &#8220;Staatsterror&#8221;, weil seine Beh&#246;rden und Sicherheitskr&#228;fte eine Situation dort schaffen, die jenseits des Rechtes ist und wirklich mit Terror verglichen werden kann und die &#252;bergreift nach Inguschetien und auch Dagestan.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte:</em> Der russische Pr&#228;sident Medwedew hat sich best&#252;rzt gezeigt. Er hat gesagt, dieser Mord und auch der Mord Mitte Juli werde aufgekl&#228;rt. Wie glaubw&#252;rdig ist Medwedew?</p>
	<p><em>Meckel:</em> Ich setze jetzt einmal voraus, dass er pers&#246;nlich etwas tun will, aber man muss &#252;ber Erkl&#228;rungen hinauskommen und die Praxis ist zurzeit in Russland noch eine andere. Wir haben den Prozess gegen Chodorkowskij, bei dem es viele Fragen an die Rechtsstaatlichkeit gibt und auch an die Frage der politischen Instrumentalisierung von Recht; wir haben jetzt gerade ganz aktuell den Fall, dass das Verfahren gegen die vermeintlichen M&#246;rder von Frau Politkowskaja wieder er&#246;ffnet wird, und die Zeugen, die Familie, die Nebenkl&#228;ger, alle wollen, dass eine neue Beweisaufnahme genommen wird, weil sie begr&#252;&#223;t haben, dass die, die bisher angeklagt sind, in der Vergangenheit nicht verurteilt worden sind, weil die Beweise nicht da waren. Jetzt ist die Beweisaufnahme, eine neue Beweisaufnahme wieder abgelehnt worden, was nicht f&#252;r den politischen Willen spricht, hier wirklich die T&#228;ter zu finden und zu suchen.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte: </em>Was glauben Sie, was jetzt geschieht?</p>
	<p><em>Meckel: </em>Zum einen sind unsere Handlungsm&#246;glichkeiten von au&#223;en ausgesprochen begrenzt, denn man kann wirkliche Staatlichkeit und Rechtsstaatlichkeit nicht von au&#223;en durchsetzen. Aber man muss alle die unterst&#252;tzen, die im Lande selber daf&#252;r eintreten, man muss Pr&#228;sident Medwedew auf seine Verantwortung hinweisen — und diese Chance hat Frau Merkel, die ihn ja am Freitag in Sotschi trifft —, hier noch mal in aller Eindringlichkeit deutlich zu machen, dass wir bereit sind zu helfen, wo es irgend m&#246;glich ist, aber dass es den politischen Willen in Russland selber braucht und der leider immer wieder auch in Frage gestellt ist durch die Aktionen, die ich angesprochen habe.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte:</em> Sie sagen, das ist ein Testfall f&#252;r die russische Justiz, ein Testfall f&#252;r die Glaubw&#252;rdigkeit Medwedews. Wenn dieser Test nicht bestanden wird, was dann?</p>
	<p><em>Meckel:</em> Wir haben ein Problem, denn Russland ist ein wichtiger internationaler Faktor, ist ein Partner, ohne den europ&#228;ische Sicherheit kaum wirklich angemessen organisiert werden kann, ist ein wichtiger Partner f&#252;r die Abr&#252;stung und f&#252;r viele andere internationale Konfliktfelder. Insofern kann es nur dabei bleiben, dass wir den Dialog mit Russland suchen, dass wir aber gleichzeitig in aller Klarheit diese Dinge benennen, kritisieren und darauf dringen, dass Rechtsstaatlichkeit in Russland hergestellt wird, dass die T&#228;ter wirklich gesucht werden und dass man nicht mit Scheinprozessen versucht, gerade diejenigen, die f&#252;r innerstaatliche Gerechtigkeit, Transparenz eintreten, unter Gefahr leben. Sie m&#252;ssen gesch&#252;tzt werden und auch &#252;brigens gerade diejenigen, die als Beschwerdef&#252;hrer vor dem Europ&#228;ischen Gerichtshof f&#252;r Menschenrechte auftreten. Sie sind akut in Russland gef&#228;hrdet und dem muss man entgegentreten.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte: </em>Sie sagen, da muss man reden, den Dialog suchen, aber ein konkretes Druckmittel haben wir nicht.</p>
	<p><em>Meckel:</em> Wir haben keine wirklichen Druckmittel gegen&#252;ber Russland. Deshalb ist es wichtig, dass der Westen hier klar steht, dass wir die Dinge benennen, dass wir im Dialog sind, dass wir Angebote machen, aber eben auch, dass wir die Zivilgesellschaft unterst&#252;tzen, dass wir diejenigen, die hier unter Bedrohung sind, unterst&#252;tzen, dass wir sie &#246;ffentlich ehren, dass wir auch Russland deutlich machen, dass dies der Ma&#223;stab f&#252;r die Beurteilung Russlands auch f&#252;r die Zukunft sein wird.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte:</em> Man hat das Gef&#252;hl, ein Jahr nach dem Georgien-Krieg, da ist man eigentlich froh &#252;ber eine gewisse Ann&#228;herung der EU und der NATO an Russland. Also es bleibt beim Appellieren?</p>
	<p><em>Meckel:</em> Es bleibt beim Appellieren, aber nat&#252;rlich geht es auch darum, in den konkreten Fragen wirklich standhaft zu sein und zum Beispiel eben die Anerkennung von Abchasien und S&#252;dossetien auch f&#252;r die Zukunft deutlich zu kritisieren und deutlich zu machen, dass wir zwar Arrangements vor Ort suchen, um den konkreten Frieden und die Lebbarkeit der Situation zu erhalten, aber auf der anderen Seite deutlich zu machen, dass wir von unseren Prinzipien nicht abweichen d&#252;rfen.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte:</em> Sie haben eben Inguschetien erw&#228;hnt, Sie haben vermutet, dass sich das Problem weiter ausweiten k&#246;nnte. Wie gro&#223; ist die Gefahr auch f&#252;r Moskau?</p>
	<p><em>Meckel:</em> Die Gefahr ist durchaus gro&#223; und es stellt sich an Moskau die Frage, ob man Ramsan Kadyrow einfach so schalten und walten l&#228;sst, wie man es zurzeit tut. F&#252;r Putin war er ja der Sch&#252;tzling, den man dann als Pr&#228;sidenten eingesetzt hat, um sozusagen &#8220;Tschetschenien&#8221; [den Konflikt; <em>Anm. d. Red.</em>] zu tschetschenisieren und zu sagen, wir Russen machen das nicht, kl&#228;r&#8217; du die Lage dort. Aber die Herrschaft von Kadyrow ist durch Willk&#252;r und Terror gesichert. Angst ist gro&#223; und es ist fern jeder Stabilit&#228;t und Rechtsstaatlichkeit. Dies ist eine Wunde tief in Russland, die gel&#246;st werden muss, und zwar zu allererst durch Russland selbst. Aber auch wir selber m&#252;ssen tun, was wir tun k&#246;nnen. Zum Beispiel geht es darum, dass wir uns auch um die Tschetschenen im Exil k&#252;mmern, die dort gefl&#252;chtet sind, und ihnen hier Asyl geben. Und auch hier gibt es viele Probleme, wo wir nicht tun, was wir tun m&#252;ssten, etwa die Frage der Beweglichkeit der Tschetschenen in Europa, die Frage des Asyls. Hier brauchen wir auch eine st&#228;rkere Politik in Deutschland, die diese Unterst&#252;tzung deutlich macht.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte:</em> Wir m&#252;ssen etwas tun, sagen Sie. Das hei&#223;t, die Spr&#252;che vom lupenreinen Demokraten sind auch vorbei?</p>
	<p><em>Meckel:</em> Das war ja von vornherein absurd und ist es nat&#252;rlich auch in Zukunft.</p>
	<p><em>Sch&#252;tte:</em> Markus Meckel, Au&#223;enpolitiker und Russland-Experte der SPD. Vielen Dank f&#252;r das Gespr&#228;ch.</p>
	<p><em>Meckel:</em> Bitte sch&#246;n.
</p>
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